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WINTERSPORT IN AUE

Werner Jugelt
Der Auer Künstler
Werner Jugelt ist vor allem bekannt für seine Bilder. Heimat-Motive aus dem das Erzgebirge wie den Höllengrund in Sosa oder den Fichtelberg stellt er ebenso dar, wie Einblicken in Landschaften anderer Ländern wie u.a. Nordamerika, Alaska, Kanada, Südafrika oder auch Norwegen. All diese Länder hat er bereist und er bezeichnet sich selbst als Weltenbummler. Die letzte Ausstellung im Foyer des Kulturhauses in Aue anlässlich seines 80. Geburtstages mit erlebter Natur in Bildern ist bereits 2 Jahre her, alle 5 Jahre soll es so eine Ausstellung geben. Jugelt zeichnet vorzugsweise in Öl aber auch Aquarell und Pastell. Im vorigen Jahr wurde eines seiner Bilder zur Bundeskunstausstellung in Berlin (findet alle 2 Jahre statt)prämiert und ging daraufhin als Exponat nach Belgien. Internationale Ausstellungen mit seinen Bildern gab es außerdem schon unter anderem in der Schweiz, Tschechien, Polen und Frankreich.
Der Sportler
Werner Jugelt zeichnet gern Motive aus Hochgebirgsregionen. Dass er die Berge liebt hat seinen besonderen Grund. Was viele nämlich nicht wissen: Jugelt ist leidenschaftlicher Ski-Alpin-Fahrer und gründete 1959 einen Auer Skiverein. Beim alpinen Skirennen (kurz Ski Alpin) befahren die Rennläufer einen durch Tore abgesteckten Kurs auf einer Skipiste.
Aus der Auer Skigeschichte
Der Skisport hielt in der Stadt allerdings bereits um 1900 seinen Einzug. Im Jahre 1912 gründete Schuhmachermeister Schmidt aus der Wettiner Straße mit weiteren Freunden des Skisports schon einen Ski-Verein Aue (SV Aue). Der Schuhmacher stellte auch die ersten Schuhe für den Skisport her. Der Lederwarenhändler C.A. Schmalfuß am Markt vertrieb die Ski. Im Winter 1920/21 fand ein großes Wintersportfest des Skivereins (später BSG Pneumatik Aue, dann BSG Wismut Aue) auf dem Heidelsberg statt. Trainiert wurde zunächst Langlauf und später nordische Kombination Die nordische Kombination ist eine Wintersportart, die die beiden Einzeldisziplinen Skispringen und Skilanglauf kombiniert.
Man nutzte dazu die die Im Jahre 1930 am Heidelberg erbaute kleine Sprungschanze. Der Schanzenrekord lag 1938 bei 42 Metern. Auf dem Heidelsberg gab es übrigens später sogar drei Schanzen. Rechts eine Große, in der Mitte die Kleine und links war die mittlere Schanze. Der steinernerne Schanzentisch ist heute noch sichtbar. 1965 wurde die letzte Schanze abgebrochen. Heute ist das Areal zugewachsen. Skispringen wird in Aue nicht mehr betrieben. Reste des Schanzentisches und der Sprunganlage sind noch heute an Straße zur Parkwarte zu sehen.

BSG Lok Aue, Sektion Ski
In der Betriebssportgemeinschaft Lokomotive Aue, der Werner Jugelt angehörte, wurde nach 1945 Alpin und Langlauf betrieben. Trainiert wurde hauptsächlich im Bahnbetriebswerk der BSG Lok Aue, in Oberwiesenthal und auf der Wiese hinter dem heutigen Klinikum, die damals noch unbebaut war.
Nachdem Werner Jugelt 1958 von der Armee, die er bei der Marine absolviert hatte, wiederkam, gründete er die Sektion Ski , die der BSG Lok Aue angeschlossen war. Dazu wurde auch ein Trainingsgelände benötigt. Am Lumpicht war der Untergrund zu felsig, aber als am Hirschberg im Bärengrund auf Pfannenstieler Seite ein Wald abgeholzt und so eine Schneise entstanden war, war der perfekte Skihang gefunden. In Handarbeit und ohne Kettensägen, sondern nur mit der Bügelsäge wurden zuvor Wurzeln entfernt und das Gelände von den ca. 25 Mitgliedern des Skivereins aufgearbeitet. Im Bärengrund liegt der Schnee immer recht lange, es ist da verhältnismäßig kalt und der Hang liegt am Nord-Ost Seite geschützt. Damals kam man ohne Schneekanonen und ohne Raupen aus. Wenn wenig Schnee da war, wurde einfach alles zusammengeschoben. Die Torstangen wurden aus Vogelbeeruten gebastelt und die Frauen haben die Flaggen genäht. Auch die Abfahrtsstrecke musste nach dem ersten Schneefall von den Mitgliedern selbst vorbereitet werden. „Mitunter haben wir den ganzen Vormittag gebraucht, um den Hang glattzumachen, sagt Jugelt. In den 70 er Jahren bauten sich die Mitglieder aus einer Umlenk rolle, einem Mopedmotor und einem Seilzug sogar einen eigenen Skilift“. „Als Lokfüherer hat man ja technisches Verständnis“ schmunzelt Jugelt. Seine Arbeit als Lokfüher kam Jugelt auch zugute, wenn der Schnee im Bärengrund nicht mehr ausreichte. Dann hielt er bei der Fahrt Ausschau , wo noch in der Landschaft Schnee liegt und die Mitglieder fuhren dann besispielsweise nach Thalheim, um dort zu trainieren. In Absprache mit dem Lößnitzer Förster konnte später sogar eine zweite Abfahrtsschneise genutzt werden, was für den Verein eine schöne Alternative im Wintersportbetrieb war. Im Sommer wurde neben Waldläufen zum Ausdauertraining hauptsächlich Krafttraining und Leichtathlethik gemacht. Dazu wurde die Turnhalle des heutigen Gymnasiums genutzt. Auch eine Skihütte bauten sich die Mitglieder. Diese stand neben dem Trainings- und Wettkampfgelände in der Nähe der heutigen Kneip-Anlage im Bärengrund. Regelmäßig nahm der Auer Skiverein an Wettbewerben und Spartakiaden , wie beispielsweise der Kinder- und Jugendspartakiade in Carlsfeld teil. Manchmal trainierte man auch gemeinsam mit der BSG Lößnitz. „Die kamen dann über den Berg rüber“, sagt Jugelt.

Bis 1989/90 war Werner Jugelt Sektionsleiter und Trainer des Vereins. Dann löste sich der Verein auf. Auch heute noch ist Jugelt leidenschaftlicher Skifahrer. Für eine Spartakiade reicht es zwar nicht mehr, sagt seine Frau, aber er kann sich durchaus sehen lassen! Das Geheimnis seiner Fitness? „Ich habe nie geraucht“, sagt er.“ Auch aus dem Verein hat keiner geraucht.“ Er staunt manchmal welche technischen Entwicklungen die Skiausrüstung in den vielen Jahren genommen hat. „Anfangs“, sagt er, „gab es noch Lederriemen, die um die Stiefel gewickelt wurden.“ Eines seiner vier Enkel fährt Snowboard. Das hat er auch mal versucht. „Aber das ist nicht meins“, meint er. Manchmal begegnet der ehemalige Skilehrer am Hang auch ehemaligen Skischülern. Dann ist die Freude jedes Mal groß. Und man sieht, sagt er und zeigt auf die Bilder im Fotoalbum, es gab auch früher schon strenge Winter, nicht erst heute!
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