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AUSSTELLUNG JAKOBSWEG IN DER AUER PARTNERSTADT KADAN

Das Franziskanerkloster in der Auer Partnerstadt Kadan Das Kloster aus dem späten Mittelalter ist nicht nur etwas Einmaliges in Sachsen und Nordböhmen, sondern auch in Europa. Seine Geschichte reicht zurück bis ins Jahr 1469. Damals soll ein Verurteilter am Galgen um Hilfe bei den vierzehn Nothelfern gebeten haben, um seine Unschuld zu beweisen. Die vierzehn Nothelfer sind Heilige aus dem zweiten bis vierten Jahrhundert. Die Gruppe besteht aus drei weiblichen und elf männlichen Heiligen, wobei alle - bis auf den heiligen Ägidius - als Märtyrer starben. Denen ist das Kloster gewidmet, denn drei Tage und drei Nächte soll der zu Unrecht Beschuldigte, ohne zu sterben, am Galgen gehangen haben, bis man ihn begnadigte. Zum Dank für seine Errettung baute er eine 1469 erstmals erwähnte Kapelle an die Stelle, wo der Galgen stand. Aus der Kapelle entstand 1473 das Franziskaner Kloster. 1540 kamen die letzten Mönche aus dem aufgelösten Annaberger Kloster nach Kadan. 1950 wurde das Kloster geschlossen. Von 1991 bis 1994 betrieben es zunächst einige Franziskaner weiter, danach wurde es an das Bistum Litomerice (Leitmeritz) abgetreten. Eigentümer ist heute immer noch das Bistum Leitmeritz, seit 1995 hat es die Stadt Kadan gepachtet. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten, wie unter anderem an den Malereien in der Kirche aus dem 16. Jahrhundert, von denen vermutet wird, dass sie von einem Schüler aus der Werkstatt von Lucas Cranach stammen könnten, wurde im Komplex das Museum mit Informationen zum Kloster und zur Stadtgeschichte, sowie eine mineralogische Sammlung unterbracht. „Im Kloster kann man eine Zeitreise von der Gründung über die Barockzeit bis hin zum Heute erleben“, so Archivar Berndt Thomas Möckel, der u.a. durch seinen historischen Urkundenfund im Rathaus Kadan und die Entdeckung der als verschollen gegoltene Stadtrechtsurkunde von Annaberg bekannt wurde. „In der massiven Holztür der Kirche sieht man heute noch die Einschüsse von 1741 als im Österreichischen Erbfolgekrieg gegen die Franzosen gekämpft wurde, die in der Kirche Zuflucht gesucht hatten. Man kann den Grabstein des „letzten“ Katholiken von Annaberg von 1573 besichtigen, der in seinem Testament festlegte, dass er in Kadan beigesetzt werden solle. Auch der Altar der vierzehn heiligen Nothelfer, der auf den Grundmauern der alten Kapelle um 1500 errichtet wurde, ist sehenswert.“ Das Kloster ist heute ein nationales Kulturdenkmal. Im Museum der Anlage werden neben den Ausstellungen auch Führungen in Deutsch, Englisch und Tschechisch angeboten. Einzelführungen sind während der Öffnungszeiten jederzeit möglich, um Anmeldung bei Gruppenführungen wird gebeten. Internet: www.kultura-kadan.cz Januar-Juni, September-Dezember Di-Fr, So 14:30-17:00 Sa 11:00-17:00 Juli, August Di-So 11:00-17:00 ganzjährig ganztägig (nach Vereinbarung) Der Jakobsweg Der 64 km lange Jakobsweg Silberberg ist Teilstück des sächsischen Jakobsweges. Er gehört zum Wegenetz der Deutschen Jakobusgesellschaft. Der Jakobsweg Silberberg verbindet Bergstädte im Erzgebirge, die durch den Silbererzbergbau große Bedeutung erlangten und führt auch durch Aue. Er verläuft von Annaberg-Buchholz-Schlettau-Elterlein-Grünhain-Lößnitz-Aue-Alberoda-Bad Schlema-Schneeberg-Kirchberg bis man auf dem „Jakobsweg Vogtland“ trifft, wo es nur noch 2435 km bis nach Santiago de Compostela sind. Seit Ende 2016 steht ein sechs Meter hohes Kreuz aus Eichenholz und Edelstahlrohren auf der Halde 296 am Jakobsweg Silberberg, der unweit der Halde verläuft. Das Kreuz soll aus der Ferne und vor allem vom Autobahnzubringer aus auf die Bergbaufolgelandschaft der Erzgebirgsregion aufmerksam machen. Der Pilgerweg ist mit dem internationalen Wegezeichen, der gelben Jakobsmuschel auf blauem Grund, ausgezeichnet. In diesem Jahr wurde in der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Geschäftsstelle Aue Kantstr. 1 das erste Pilgerbüro mit Stempelstelle des sächsischen Jakobsweges eröffnet. Damit ist Aue offizieller Einstiegsort für alle Pilger in den Pilgerweg nach Santiago de Compostela. Der Entwurf der Stempelgrafik stammt von dem Künstler Matthias Richter. Passend zum Jakobsweg Silberberg kann man übrigens im „SAMOCCA“ in der Auer Bahnhofstraße eine „Pilger-Pause“ mit lecker belegtem Vollkornbrot genießen: Pilger Pause am erzgebirgischen Jakobsweg (Vollkornbrot, Möhrenbutter, Ruccola, Cocktailtomaten, Ei, Röstzwiebeln) Hier: . https://www.samocca-aue.org/speisekarte/
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