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AUSSTELLUNG JAKOBSWEG IN DER AUER PARTNERSTADT KADAN

Ausstellung Jakobsweg in der Auer Partnerstadt Kadan
Eine Ausstellung über den Jakobsweg der Auer Künstlergruppe Treff-Punkt-Kunst e.V. Aue ist demnächst in der Auer Partnerstadt Kadan zu sehen. Kadan soll ebenfalls an den Jakobsweg angeschlossen werden.
Eröffnung der Ausstellung ist am 23.08.2018 um 18:00 Uhr im Franziskanerkloster in Kadan. Die Ausstellung ist bis 28.10.2018 zu sehen. Eine gute Gelegenheit zur Besichtigung ist auch am 25.08.2018 , denn da wird in der Auer Partnerstadt zum Kaisertag geladen und viele Auer werden daran teilnehmen, da die angebotene Busreise bis auf den letzten Platz besetzt ist.


Das Franziskanerkloster in der Auer Partnerstadt Kadan

Das Kloster aus dem späten Mittelalter ist nicht nur etwas Einmaliges in Sachsen und Nordböhmen, sondern auch in Europa. Seine Geschichte reicht zurück bis ins Jahr 1469. Damals soll ein Verurteilter am Galgen um Hilfe bei den 14 Nothelfern gebeten haben, um seine Unschuld zu beweisen. Die vierzehn Nothelfer sind vierzehn Heilige aus dem zweiten bis vierten Jahrhundert. Die Gruppe besteht aus drei weiblichen und elf männlichen Heiligen, wobei alle bis auf den heiligen Ägidius als Märtyrer starben. Denen ist das Kloster gewidmet, denn drei Tage und drei Nächte soll der zu Unrecht Beschuldigte, ohne zu sterben, am Galgen gehangen haben, bis man ihn begnadigte. Zum Dank für seine Errettung baute er eine 1469 erstmals erwähnte Kapelle an die Stelle, wo der Galgen stand. Aus der Kapelle entstand 1473 das Franziskaner Kloster. 1540 kamen die letzten Mönche aus dem aufgelösten Annaberger Kloster nach Kadan.
1950 wurde das Kloster geschlossen. Von 1991 bis 1994 betrieben es zunächst einige Franziskaner weiter, danach wurde es an das Bistum Litomerice (Leitmeritz) abgetreten.


Eigentümer ist heute immer noch das Bistum Leitmeritz, seit 1995 hat es die Stadt Kadan gepachtet. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten, wie unter anderem an den Malereien in der Kirche aus dem 16. Jahrhundert, von denen vermutet wird, dass sie von einem Schüler aus der Werkstatt von Lucas Cranach stammen könnten, wurde im Komplex das Museum mit Informationen zum Kloster und zur Stadtgeschichte, sowie eine mineralogische Sammlung unterbracht. „Im Kloster kann man eine Zeitreise von der Gründung über die Barockzeit bis hin zum Heute erleben“, so Archivar Berndt Thomas Möckel, der u.a. durch seinen historischen Urkundenfund im Rathaus Kadan und die Entdeckung der als verschollen gegoltene Stadtrechtsurkunde von Annaberg bekannt wurde.
„In der massiven Holztür der Kirche sieht man heute noch die Einschüsse von 1741 als im Österreichischen Erbfolgekrieg gegen die Franzosen gekämpft wurde, die in der Kirche Zuflucht gesucht hatten. Man kann den Grabstein des „letzten“ Katholiken von Annaberg von 1573 besichtigen, der in seinem Testament festlegte , dass er in Kadan beigesetzt werden solle. Auch der Altar der 14 heiligen Nothelfer, der auf den Grundmauern der alten Kapelle um 1500 errichtet wurde, ist sehenswert.“
Das Kloster ist heute ein nationales Kulturdenkmal. Im Museum der Anlage werden neben den Ausstellungen auch Führungen in Deutsch, Englisch und Tschechisch angeboten. Einzelführungen sind während der Öffnungszeiten jederzeit möglich, um Anmeldung bei Gruppenführungen wird gebeten.

Internet: www.kultura-kadan.cz

Januar-Juni, September-Dezember
Di-Fr, So 14:30-17:00
Sa 11:00-17:00
Juli, August Di-So 11:00-17:00
ganzjährig ganztägig (nach Vereinbarung)


Treff- Punkt Kunst Aue e.V.
Unter dem Namen Treff- Punkt Kunst Aue e.V. haben sich mehrere Akteure aus Aue zusammengefunden. Den Vorsitz hat Monika Kampczyk, Stellvertreter ist der Auer Fotograf Andreas Stopp.

Gestalterin und Malerin Antje Henkel
Bekannte Malerin aus der Region, die sich in Ihrem künstlerischen Wirken gern in verschiedener Art abbildend mit Alltagsmotiven befasst oder auch stark emotional malt und gestaltet. Sie arbeitet zu meist mit handgeschöpftem Papier und setzt Ihre Werke verstärkend in Schubladen. Weiter gestaltet und experimentiert sie auch mit verschieden Materialen und Größen.

Gestalterin und Malerin Monika Kampczyk
Die pensionierte Ärztin fand schon früh ihre Liebe zum Zeichnen und Gestalten. Sie konnte sich jedoch erst seit 2000 intensiv mit den Themen befassen und sich in verschiedenen Kunstrichtungen versuchen. Der Durchbruch gelang Ihr in der Malerei mit einer Bilderserie „Vinorelle“. Sie ist vielseitig und experimentierfreudig.

Kunstgestalterin Silvia Kunz
Studium Mathematik, Lehramt, Nebenfach Kunst, Lehrerin für Kunst in Aue. Die studierte Kunst-Pädagogin sieht in der künstlerischen Arbeit mit Kindern die Berufung, jungen Menschen über den Schulunterricht hinaus, die Freude am Gestalten zu vermitteln und mit ihnen zu erleben. Künstlerische Hauptarbeiten sind Keramiken.

Kunstmaler Matthias Richter
Der sehr vielseitig begabte Auer Künstler besitzt eine umfangreiche Galerie mit weit über 300 Kunstwerken aus den Bereichen Inspiration, Landschaftsmalerei, Illustration, Porträts, Karikatur und Gebäudemalerei.

Foto-Künstler Andreas Stopp
Dem Foto-Künstler aus Aue wurde seine Berufung bereits in die Wiege gelegt. So setzt er das Werk seines Vaters Karl fort. Der junge Stopp erlernt das künstlerische Handwerk von der Pieke auf und weiß heute noch mit Lichtmesser und Entwickler umzugehen. Er liebt die Nah- und Nachtfotografie und beteiligte sich mit zahlreichen Serien- und Einzelkunstwerken an regionalen Ausstellungen.

Bild-Journalist Uwe Zenker
Der akkreditierte Bild-Journalist ist von Dresden bis Plauen und von Leipzig bis zum Fichtelberg bei fast allen Veranstaltungen und öffentlichen Ereignissen in Aktion zu sehen. Ob Staatsempfang, große Gala, Straßenübergabe oder Dorffest, er ist immer auf Motivjagd. Sein Steckenpferd in der Fotographie sind „Schnapp-Schüsse“ von besonderer Ausdrucksstärke.

Sabine Tuchscherer
Die Psychologin hat in Jena Medizin studiert und arbeitet künstlerisch auf verschiedenem Untergrund in verschiedenen Techniken (Acryl, Öl, u.a.)
Heike Richter
Die gelernte Apothekenfacharbeiterin arbeitet im Fotogeschäft ihres Mannes. Künstlerisch betätigt sie sich im Zeichnen, Fotografieren, Klöppeln und Seidenmalerei.
Stephan Buße
Der Elektriker, Konstrukteur und Ingenieur genießt seinen Ruhestand. Bekannt ist er vor allem als Cartoonzeichner.
Gerd Flemming
Der Radiologe hat in Leipzig Medizin studiert. Im Ruhestand hat er seine Vorliebe für Holzarbeiten entdeckt.



Jakobsweg
Der 64 km lange Jakobsweg Silberberg ist Teilstück des sächsischen Jakobsweges. Er gehört zum Wegenetz der Deutschen Jakobusgesellschaft. Der Jakobsweg Silberberg verbindet Bergstädte im Erzgebirge, die durch den Silbererzbergbau große Bedeutung erlangten und führt auch durch Aue. Er verläuft von Annaberg-Buchholz-Schlettau-Elterlein-Grünhain-Lößnitz-Aue-Alberoda-Bad Schlema-Schneeberg-Kirchberg bis man auf dem „Jakobsweg Vogtland“ trifft, wo es nur noch 2435km bis nach Santiago de Compostela sind.
Seit Ende .2016 steht ein 6 Meter hohes Kreuz aus Eichenholz und Edelstahlrohren auf der Halde 296 am Jakobsweg Silberberg, der unweit der Halde verläuft. Das Kreuz soll aus der Ferne und vor allem vom Autobahnzubringer aus auf die Bergbaufolgelandschaft der Erzgebirgsregion aufmerksam machen.
Der Pilgerweg ist mit dem internationalen Wegezeichen, der gelben Jakobsmuschel auf blauem Grund, ausgezeichnet.
In diesem Jahr wurde in der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Geschäftsstelle Aue Kantstr. 1 das 1. Pilgerbüro mit Stempelstelle des sächsischen Jakobsweges eröffnet. Damit ist Aue offizieller Einstiegsort für alle Pilger in den Pilgerweg nach Santiago de Compostela.
Der Entwurf der Stempelgrafik stammt von dem Künstler Matthias Richter.
Passend zum Jakobsweg Silberberg kann man übrigens im „SAMOCCA“ in der Auer Bahnhofstraße eine „Pilger-Pause“ mit lecker belegtem Vollkornbrot genießen:
Pilger Pause am erzgebirgischen Jakobsweg (Vollkornbrot, Möhrenbutter, Ruccola, Cocktaitomaten, Ei, Röstzwiebeln) Hier: . https://www.samocca-aue.org/speisekarte/
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