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SCHÖFFEN GESUCHT

Es werden Schöffen gesucht.

Ehrenamtliche Tätigkeit kann eigentlich nicht hoch genug geschätzt werden. Es gibt verschiedene Bereiche in denen man sich einbringen kann. Derzeit können sich Auer Bürgerinnen und Bürger als Vertreter des Volkes am Amtsgericht und Landgericht für die Rechtsprechung in Strafsachen, also als Schöffe, bewerben
Schöffe heißt ehrenamtlicher Richter im Strafrecht zu sein, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen und nicht zuletzt Einfluss auf die Rechtspflege zu nehmen.
Zum Thema Ehrenamt in der Gerichtsbarkeit haben wir mit Friedensrichter Hort Dippel gesprochen, der vor kurzem eine Ehrung vom Staatsminister der Justiz im Namen des Freistaates Sachsen für die geleistete Tätigkeit als ehrenamtlicher Richter in der sächsischen Arbeitsgerichtsbarkeit in Dank und Anerkennung erhalten hat.
Herr Dippel, seit wann sind sie Friedensrichter?
Seit dem 26.04.1995. Vorher war ich von 1990 bis Ende 1996 als Schöffe im Landgericht Zwickau tätig. Vom damaligen Pressesprecher der Stadt Aue Edgar Mehnert wurde ich damals angesprochen, ob ich mich nicht als Friedensrichter bewerben möchte. Nach damaligem Schiedsstellengesetz waren die Schiedsstellen zwingend mit drei Leuten zu besetzen und es gab Probleme, dies zu gewährleisten. Es gab einfach nicht genügend Interessenten und auch heute noch gibt es nicht viele Bewerbungen für dieses Amt, obwohl auch einmal schon bis zu acht Bewerbungen vorlagen.
Welche Möglichkeiten hat man als Schöffe?
Man fällt Urteile mit. In der großen Kammer, die mit drei Berufsrichtern und zwei Schöffen besetzt ist und in der kleinen Kammer, die mit einem Richter zwei Schöffen besetzt ist. Die Urteile werden mit zwei Dritteln Mehrheit gefällt, daran sieht man, wie wichtig die Meinung der Schöffen genommen wird und welch großen Einfluss man auf die Urteile hat.

Wie wichtig ist diese Tätigkeit
Die Tätigkeit ist nicht nur sehr verantwortungsvoll, sondern auch sehr angesehen. Man ist da, als Vertreter der Bürgerschaft mit dem Auftrag, die Stimme des Volkes einzubringen und somit die Volksnähe zu gewahren. Die Idee dahinter war und ist, der Stimme der Bevölkerung Gehör zu geben. Ein Nebeneffekt ist das wesentliche bessere Rechtsverständnis durch diese Tätigkeit, durch das man das ein oder andere Mal auch im privaten Bereich um Rat gefragt wird.

Lohnt sich das Ganze auch finanziell?
Die gezahlte Entschädigung ist nicht allzu hoch, Arbeitsausfall wird ersetzt und auch Fahrtkosten werden erstattet. Aber man übt diese ehrenamtliche Tätigkeit nicht des Geldes wegen aus.

Wie häufig kommt man zum Einsatz?
Am Landgericht gab es damals ca. 10 Einsätze im Jahr. Es gibt allerdings auch Einsätze die über mehrere Tage gehen können..

Man kann als Schöffe sicherlich nicht die Welt verändern, aber man kann dabei helfen, sie ein wenig besser zu machen.
Bewerbungen (mindestens 25 Jahre / höchstens 70) Jahre bis zum 13.04.2018 bei der Stadtverwaltung Aue, Hauptamt - Rechtsangelegenheiten, Goethestraße 5, 08280 Aue, Tel.:03771/281158. Ein Formular kann von der Internetseite der Stadt Aue www.aue.de oder auf www.schoeffenwahl.de heruntergeladen werden.
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